Dodoni-Perama-Monodendrion-Meteora - eigene Webseite

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Dodoni-Perama-Monodendrion-Meteora

Reisen 2008

Dodoni wurde erst 1878 vom griechischen Archäologen K. Karapanos ausgegraben. An der Stelle stand schon 3000 v.Chr. ein Schrein stand zur Anbetung der Göttin Erde. Nach einer Sage, sollen zwei Vögel aus Ägypten los geflogen sein. Einer der beiden landete in Libyen, an der Stelle wo dann das Orakel des Ammon Zeus gebaut wurde und der zweite landete auf der Eiche neben der das Orakel von Dodoni entstand um Zeus und seine Frau Dioni zu ehren. Weitere verehrte Götter waren Dimitra (Mutter Erde) und Apollon. Herodot beschrieb in seinen Werken Dodoni als ältestes Orakel Griechenlands.
Zu seiner großen Bekanntheit kam Dodoni wie schon erwähnt durch das Totenorakel. Ob er inkognito oder offiziell nach Ithaka zurückkehren solle, verlangte Odysseus, laut Homer, vom Heiligtumsinhaber Zeus zu wissen. Nachdem das Orakel von Delfi gegründet wurde, verlor Dodoni nicht an Bekanntheit. Der heilige Bezirk war von der Bronzezeit bis in die Spätantike etwa 2000 Jahre lang kontinuierlich ein wichtiges überregionales religiöses Zentrum. Die Gläubigen die eine Deutung bekommen wollten, mussten 3 Tage vorher fasten, sich an der Quelle bei Dodoni reinwaschen und ihre Bitte in eine Tafel aus Bronze oder Blei gravieren. Diese geben über die Fragen der Gläubigen reichlich Auskunft.
Die Priester deuteten das Rasseln der Blätter der alten Eiche und das Leuten einer Glocke aus Kupfer an der ein Band mit der Figur eines Kindes hing. Später soll die Glocke durch Bronzegefäße ersetzt worden sein. Außer den Priestern gab es auch drei Priesterinnen, die Deutungen wurden aber nur von den Männern gesprochen.
Das Orakel hatte großen Einfluss in den Angelegenheiten Griechenlands. 221 v.Chr. wurde Dodoni zum ersten Mal zerstört von General Dorimachus weil sich die Epiroten mit den Makedonen und Achaiern verbündeten. Zweite Zerstörung folgte 168 v.Chr. von den Römern unter Emilius Paulus und endgültig einige Jahre später vom König der Pontier Mithidratis.

Nach dem schweißtreibenden Besuch suchten wir in den Höhlen von Perama Abkühlung.
Mitten im Ort Perama befindet sich der Eingang. Drinnen hat es wenigstens nur
17°C statt 35°C beim Orakel. Dafür sind die Führungen in der Höhle leider nur in Englisch Italienisch und Griechisch obwohl die Führerin deutsch verstand, aber nicht verstehen wollte.
Sie erklärte, dass die Höhlen zufällig während eines verheerenden Luftangriffs im 2. Weltkrieg entdeckt wurden weil die Bevölkerung Schutz suchte. Die junge Dame war ca. 25 Jahre alt wir sind zwischen 50 und 60. Ich bin der Meinung Geschichte dient dazu um daraus zu
lernen. Leider war die Höhlenführerin nur sprachlich und geographisch begabt. Leider reichte Ihre Begabung nicht um aus der Geschichte zu lernen.
Die Bilder zeigen wunderschöne Stalagmiten und Stalaktiten in den Höhlen. Der Ausgang befindet sich auf der anderen Seite. Man wandert rund um den Berg zurück nach Perama.

08.09.2008
Uns zog es weiter Richtung Monodendrion. Einem kleinen Gebirgsdorf kurz vor dem versteinerten Wald und der Vikosschlucht im Naturschutzgebiet von Metsovon.
Eigentlich erstaunlich, der Grand Canyon ist jedem ein Begriff. Die Vikosschlucht mit ihren 800m senkrecht abfallenden Wänden und dem Zitterpfad einem ca. 2 m breiten Weg ohne jede Sicherung
800m über dem Abgrund kennt kaum jemand. Übernachtet haben wir auf der Schafweide kuz davor.

10.09.2008      wir fahren zurück nach Ioanina dann weiter über den 1690m hohen Katarapass zu den weltberühmten Meteoraklöstern.
Kurz vor Kalambaka ragen plötzlich die natürlichen Sandsteintürme von Metéora aus der Ebene. Sie wurden 985 n.Chr. von einem Einsiedler namens Barnabas als religiöser Zufluchtsort genutzt. 1336 gründete dann der Mönch Athanásios vom Berg Athos das Kloster Megálo Metéora auf einer der rund tausend Felsnadeln am Ostrand des Pindosgebirges. Später kamen weitere 23 Klöster dazu, die meisten waren jedoch bereits Ende des 18. Jahrhunderts wieder verfallen. Heute sind noch 6 Klöster erhalten. In den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden Stufen in die Felsen gehauen, um einen besseren Zugang zu ermöglichen. Heute leben in den Klöstern wieder viele Mönche und Nonnen. Die Hänge der Felsnadeln sind extrem steil, Ziegen suchen dort trotzdem nach Futter.

10.09.2008
In Serpentinen schraubt sich die Straße in die Bergwelt der Meteora-Klöster, jede Kurve bringt eine neue herrliche Aussicht. Diese Fahrt ist ein. Wir können anhalten wann immer wir wollen und bedauern die Touristen, die hier zu Hunderten in Bussen hinauf geschafft werden.
Das erste Kloster, das wir besichtigen wollen, ist das Kloster Roussánou, das besonders abenteuerlich auf der Spitze einer Felsnadel erbaut wurde. Seine Kirche Metamórfosis ist, wie wir in der Reiseliteratur lesen, berühmt für ihre schreckenerregenden Fresken (1560) von Ikonenmalern der Kretischen Schule (lauter Folterszenen und Darstellungen, wie man Märtyrer am scheußlichsten vom Leben zum Tode befördern kann). Heute wird es von Nonnen bewohnt. Früher musste man über die Strickleiter in den Klostergarten. Als nächstes besuchen wir das Kloster Varlaam 1518 gegründet, ist nach dem ersten Einsiedler benannt, der 1350 auf diesem Felsen lebte. Im Katholikón sind einige Fresken des thebanischen Ikonenmalers Frágkos Katelávos zu sehen. Auch in diesen Höhen wurde Wein gekeltert. Die Seilwinde zum hochziehen der Mönche Die Seile wurden nie auf Ihre Belastbarkeit geprüft.
Agios Nikolaos (rechts) wurde im Jahre 1368 gegründet, 1527 durch einen kretischen
Maler ausgemalt und 1628 erweitert. Das von Athanásios gegründete Kloster Megálo Metéora. Es ist .zugleich das älteste, größte und höchst gelegene (623 m) der Klöster. An seinem Eingang liegt die Höhle, in der Athanásius zuerst lebte. Er liegt in der Hauptkirche begraben.
Megalo Meteora - im Vordergrund der Windenturm - von hier wurden die Mönche und Waren ins Kloster hochgezogen Ihre Blütezeit erlebten die Meteora-Klöster im 16. Jh, als hier mehrere tausend Mönche und Nonnen lebten. Aus dieser Zeit stammen auch zahlreiche kunsthistorisch recht bedeutende Wandmalereien (hier in Megalo Meteora finde ich sie ziemlich brutal – Folterszenen en masse). So sind Fresken von dem aus Theben stammenden Maler Frangos Katelanos erhalten. Die Anlagen besitzen in ihrer Mitte jeweils eine kleine Klosterkirche, Katholikon genannt die als Kreuzkuppelkirche angelegt ist. Waren und Menschen wurden in einem Netz mit einer Winde zum Kloster hinauf gezogen. Ganz schön unbequem war das wohl, aber ansonsten ging es den frommen Bergbewohnern, wie’s mir scheint, nicht übel. - Sie speisten jedenfalls von schönem Zinngeschirr - das man im Refektorium besichtigen kann, hatten ein festes Dach über dem Kopf und zweifellos eine herrliche Aussicht.
Kurz darauf erreichen wir das Kloster Agia Triada (= Heilige Dreifaltigkeit, gegründet 1438). Zu diesem Kloster wird man mittels einer kleinen Seilbahn befördert, in der außer dem Schaffner-Mönch jeweils nur eine Person Platz findet. Angesichts des Klosters Agia Triada auf seinem hohen Felsbrocken fragt man sich unwillkürlich, wie diese großen Klosteranlagen in schwindelnder Höhe wohl gebaut wurden. Leider ist nicht bekannt, wie die ersten Einsiedler die Spitzen der Felswände erreichten, doch vermutlich schlugen sie Pflöcke in die schmalen Felsspalten, um so das Baumaterial nach oben zu befördern. Es gibt auch Theorien, dass sie Drachen über die Gipfel steigen ließen. Daran sollen sie dicke Seile befestigt haben, aus denen die ersten Strickleitern entstanden.
Na ja, das scheint mir aber eine sehr gewagte Theorie zu sein! Unsere Fahrt geht weiter zum nächsten Kloster, Agios Stéfanos, das von Nonnen bewohnt wird. Wir beschließen, hier noch einmal einen Rundgang durch das Klostergebäude zu machen. Sehen jedoch die Menschenmassen vor dem Eingang warten. Wir fahren lieber weiter Richtung Magnesia. Schließlich haben wir das Frauen- Kloster ja vor 30 Jahren bereits besichtigt. Agios Stéphanos wurde 1367 vom Serbenfürsten Antonius Kantakuzenos gestiftet. Es weist in seiner Kapelle Fresken von 1400 auf, die Hauptkirche entstand erst 1798. Auch gibt es hier sehr strenge Kleidervorschriften: Mit ärmellosen Oberteilen, kurzen Röcken und Hosen dürfen Frauen die Klöster nicht betreten. Männer müssen lange Hosen tragen.               
Nach den anstrengenden Besichtigungen fahren wir am frühen Nachmittag über Trikala und Larissa nach Volos.
Willkommen auf unserer privaten Familienhomepage
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