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Peloponnesrunde

Reisen 2007
Nach der Ankunft in Igoumenitsa fahren wir nach Plataria. An schönen Buchten vorbei geht’s nach Perdika wo wir zur Arilla Beach abzweigen. Ein schöner Strand ohne Hotel und nur wenigen Womofahren bekannt.
Das Schlauchboot mit dem 4PS Tomos wird aktiviert. Wir fahren damit ein kleines Stück der Küste entlang. Aber der Arillastrand mit dem kleinen und guten Restaurant gefällt uns am besten. Die Brausen sind noch in Betrieb. Es sind schöne Badetage.
Durch die Karavostasibucht geht‘s in die Touristenhochburg Parga. Nach ein Paar Fotos weiter vorbei an Amoudia nach Loutsa zum Vrachos Strand. Am nächsten Tag weiter zum Kanalistrand. Leider viel Wind und hohe Wellen. Darum durch den Prevezza-Tunnel nach Aktio weiter durch Vonitsa in die „Schweinebucht“.
Die Bucht des Ambrakischen Golfs kurz nach Vonitsa nennen wir wegen der vielen dort freilaufenden Schweindl so. Die sind so frech, dass sie uns das Brot vom Frühstückstisch stehlen versuchten. Aber unser "Wachhund" wußte dies zu verhindern. Seine Ration war ja auch in Gefahr. Das Meer ist wunderbar warm, das Essen im "Brettlbuddenrestaurant" sehr gut und preisgünstig.
Über Mitikas, Astakos, Etoliko und Messolonghi fahren wir zur neuen Brücke von Antirrio nach Rio vor Patras. Nun ein etwas mulmiges Gefühl ist es schon fast 4km auf einer Brücke über den Golf von Korinth zu fahren. Aber es ist einfach schön.
In Rion fuhren wir Richtung Korinth weiter. Von Sykia wollten wir zu den Stymfalischen Sümpfen fahren. Die Ruinen von Xilokastro konnten wir besichtigen. Dann wurde die Straße jedoch immer enger. Nachdem wir rund 500m verkehrt zurückfuhren konnten wir endlich umdrehen. Die Kirche Agios Nikolaos haben wir auch besichtigt. Vor Korinth zweigten wir nach Nemea ab. Die Spiele von Nemea waren früher bekannter als die von Olympia.
Die Nemeischen Spiele gehörten zu den Panhellenischen  Wettkämpfen die im antiken Griechenland alle zwei Jahre  ausgetragen wurden. Historischen Belege gibt es erst seit 573 v. Chr. Der Legende nach wurden die Spiele nachdem Herakles den Nemeischen Löwen besiegt hatte eingeführt. Der Sieger erhielt traditionsgemäß einen aus Sellerie-Blättern geflochtenen Kranz aus der Stadt Argos.
Im Programm waren folgende Sportarten: Stadionlauf , Boxen, Bogenschießen, Ringen, Diskuswerfen, Speerwerfen und Wagenrennen. Das Stadion von Nemea ist als Ruine bis heute recht gut erhalten. Auch heute noch werden dort alle vier Jahre Sportwettkämpfe ausgetragen.
Vom Heiligtum sind noch ein Heroon aus dem frühen 6. Jahrhundert v. Chr. sowie einige Schatzhäuser erhalten, ferner ein großes Bad mit mehreren Waschtrögen.
Die Hauptattraktion des Heiligtums war und ist der Tempel des Zeus. Ein erster Bau wurde im 5. Jahrhundert zerstört. Etwa 350-330 v. Chr. wurde ein Neubau im dorischen Stil errichtet. Dessen Säulen im Inneren der Cella unten korinthisch und oben ionisch waren. Eine solche Stilmischung findet man auch im Apollontempel bei Bassae und im Tempel der Athene von Tegea. Weitere Besonderheiten dieses Tempels sind eine Art Krypta im hinteren Teil der Cella, möglicherweise ein Adyton und das gänzliche Fehlen eines Opisthodoms, wie es bei einem dorischen Tempel zu erwarten gewesen wäre. Damit ist der Tempel unkanonisch.
Unser nächstes Ziel war Monemvasia. Vorher noch ein kurzer Badeaufenthalt mit „Wachhund.
Monemvasia ist eine griechische Kleinstadt, die im byzantinischen Reich bedeutender Stützpunkt und Festung war. Sie liegt auf einem Felsen vor der Küste Lakoniens im Südosten der Halbinsel Peloponnes. 583 wurde die erste Ansiedlung  als Schutz errichtet. Die Stadt, bildete in den folgenden Jahrhunderten ein Rückzugsgebiet der byzantinischen Herrschaft in Südgriechenland. Die Festung galt  als uneinnehmbar und hielt den zahlreichen arabischen Belagerungen und dem normannischen Eroberungsversuch von 1147 stand. In ihrer Glanzzeit wohnten zwischen 10.000 und 25.000 Menschen dort.
Nach 1980 setzte der Wiederaufbau der alten Stadt ein, die nun eine beliebte Wochenendresidenz wohlhabender Athener wurde. Heute werden die mittelalterlichen Gebäude nach und nach restauriert; viele von ihnen sind zu Hotels umgewandelt worden.
Githio erinnert an ein Amphitheater. Die Stadt ist ein touristischer Anziehungspunkt. Es gibt eine große Anzahl von kleinen Geschäften und Tavernen. Die im Hafen zum Trocknen hängenden Tintenfische sind  ein typisches Symbol. Leider auch der Müll an der Ortsausfahrt.
In der Sandstrand-Bucht mit dem seit Anfang der 80er Jahre vor sich hinrostenden Schiffswrack  Dimitrios verbrachten wir schöne Badetage. Das Restaurant hat eine Auswahl an Fischgerichten, aber auch andere klassische griechische Gerichte in guter Qualität.
Wir fahren quer duch die fat nirgends mehr brennende Mani nach Pirgous Dirou. Die schmale Straße führt steil hinunter zum Parkplatz „Sauriereierstrand“. Daneben sind die  Tropfsteinhöhlen von Glifada. Das Kalkgebirge hat ein unterirdischer Fluss ausgewaschen und das von Decken und Wänden herabtropfende Wasser bildet  bizarre Tropfsteinformen.  
 
Am nächsten Morgen marschieren wir früh los, um mit den ersten Besuchern am Eingang der Seehöhle zu sein. Beim Höhleneingang gibt’s die Eintrittskarten. Bevor wir in das kleine Boot steigen, müssen wir Helme aufsetzen. Der Bootsmann stoßt das Boot an den Felsvorsprüngen und der Decke durch das Labyrinth. Leider brechen dabei auch einige Stalaktiten und Stalgmiten ab, ewig schade. Rund eine Stunde dauert die Fahrt. Die letzten 100 Meter zum Ausgang werden zu Fuß zurück gelegt.
Der Maniküste entlang gings durch das teilweise abgebrannte Nea Itilo,  Karavostasi, Thalames, durch Kardamyli und Kampos nach Kalamata. Am Flughafen vorbei durch Messini nach Avramio wo unsere Freunde Franziska und George eine Olivenfarm haben. Von ihnen kaufen wir immer unser natürliches kalt gepresstes Olivenöl.
Begrüßt werden wir auch von Rex, Taliban und Bin Laden  ihren 3 Schäferhunden. George erzählt uns dass es  oft Probleme gibt wenn er nach England fliegt und seine Hunde ruft. Warum wohl?
Messini besichtigen wir auch genauer.
Über Kalo Nero, vorbei an Elea und Zacharo wo es 2 Wochen vorher viele Tote durch den Brand gab fahren wir nach Kaifas. Der wunderschöne alte Eichenwald ist leider zur Gänze abgebrannt. Weiter geht’s durch Pirgos über Lechena zum Hafen in Patras. Mit Franziska in dem Restaurant neben dem Hafen noch eine sehr gute Pikilea verspeist. Dann gings mit der Fähre nach Venedig.
Meine Frau schimpfte immer, dass ich beim Waschen und Brausen so herumspritze. Während dieses Urlaubs sahen wir beim Wassereinfüllen der Frischwassertank war beim Einlauf undicht. Sollte bei einem neuen Wohnmobil nicht sein. Glücklicherweise gibt es 6 Monate Gewährleistung. Der Händler wird dies im Winter reparieren.
Er mußte aber auch den ganzen Boden austauschen, da dieser stark verschimmelt war. Reparaturdauer fast 3 Monate weil Adria angeblich nicht sofort einen neuen Boden lieferte.
Darum verlief dieser Urlaub nicht nur wegen der Brände anders als geplant.
Es war, im nachhinein betrachtet, trozdem eine sehr interesannte Reise, mit tollen Eindrücken und schönen Erinnerungen.
Willkommen auf unserer privaten Familienhomepage
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