Der Pillion, dann weiter über den Parnas nach Delfi und Saloniki - eigene Webseite

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Der Pillion, dann weiter über den Parnas nach Delfi und Saloniki

Reisen 2008
Die Fahrt durch Volos ist abenteuerlich. Unsere 2,35m breiten und über 7m langen Wohnmobile sind leider nicht so wendig wie es das Fahrverhalten der Griechen erfordern würde. Aber auch die Autobusse lassen ihre Fahrgäste in der 3. Spur aussteigen, dazwischen fahren noch Motorräder durch.
Wir fahren der stark verschmutzen Küste entlang über Agria, Kato Lehonia nach Afetes. In Xinovrisi zweigen wir zu der Bucht von Potistika ab.
11.-12.09.2008
Aufgrund von im Netz gesehenen Bildern und einer Beschreibung waren unsere Erwartungen wesentlich höher als das, was wir vorfanden. Darum auch wieder das Schlauchboot ausgepackt Motor gestartet und die Küste rechts und links der Potistika ca. 15km weit abgefahren. Mit nur 4PS waren wir mehrere Stunden unterwegs. Alle Buchten die wir sahen waren jedoch ähnlich der Potistika aber meistens viel schlechter anzufahren oder boten weniger Stellmöglichkeiten. Vielleicht haben uns auch die zum vermieten aufgestellten Liegestühle, Sonnenschirme bei fehlender Infrastruktur (keine Strandbrausen und Toiletten bei doch vielen Tagesbesuchern) gestört.
Das Bild rechts zeigt Xinovrisi im Hintergrund die Bucht von Volos

13.09.2008
Wir verlassen den Pilion, den Landstrich Magnesia.

Wir fahren zurück nach Volos und dann weiter nach Lamia.
Kurz hinter Lamia zweigen wir nach Amfissa ab und überqueren das Parnassgebirge um nach Delphi zu gelangen.

Delphi         

Mythos und Geschichte
Delphi galt den Menschen der Antike als Mittelpunkt der Welt. Als Göttervater Zeus je einen Adler an beiden Enden der Welt aufsteigen ließ, trafen sie sich genau hier!
Vor allem Apollon wird hier seit dem 8. JH. vor Chr. verehrt. Er verdrängte die weibliche Gottheit Phytia, die aber weiterhin eine Rolle als Priesterin und Medium spielte, das in einer Art Trance oder Rauschzustand die berühmten Orakelsprüche hervorstieß. Dieser Weissagungen wegen suchten bis in die römische Zeit Privatpersonen und offizielle Gesandtschaften Delphi auf. Pilgertourismus, Orakel-Gebühren und Weihegaben machten Delphi reich. Weil die Fragesteller zuerst ihre Planungen, Ängste und Hoffnungen, ihre Situation und Probleme darlegen mussten, sammelten die Priester im Laufe der Zeit ein großes psychologisches und soziologisches Wissen und waren immer bestens informiert, auch in politischen Vorgängen. Sie konnten in vielen Fällen als Mittler der verschiedenen Parteien geschickt agieren. Dadurch wurde die Anerkennung des Orakels gesteigert. Die antike Stätte wurde erst im Jahr 1891 von französischen Archäologen freigelegt.
rechts die Sphinx der Naxier
der Wagenlenker (um 470 v. Chr.)

Wir fahren weiter nach Ithea an den Golf von Korinth.
Zwischen Ithea und Nafpaktos suchen wir uns nochmals einen Badeplatz und werden auch fündig. Auch bei einer kleinen (wilden) Katze, die aber nach 2 Tagen bereits sehr zutraulich und merklich fetter geworden ist. Zu uns gesellt sich dann noch Thomas aus Graz mit seinem VW-Bus der noch ein paar Tage länger bleibt und auch die Katze zumindest 1-2 Tage füttert.
Auch ein Brunnen ist am Hafen vorhanden.
Das Essen im Lokal war vorzüglich und die Wirtstochter war sehr stolz ihre Deutschkenntnisse anwenden zu können. In den Ort kommen leider nicht viele Deutsche oder Österreicher sagte sie uns.

Leider wurde der Wind immer heftiger darum beschlossen wir die letzten Tage in Griechenland bei Nakos in der Nähe von Kastro/Killini zu verbringen. Vom 16.-18.09.2008 Dort angekommen erfuhren wir von einem heftigen Unwetter mit Hagel am Vortag. Leider war das Wetter am Dienstag auch noch schlecht, teilweise sogar Regen und Mittwoch und Donnerstag blies auch hier der Wind sehr heftig.
Nakos versucht sein „Brettlbudenrestaurant“ mit großen Steinen vor dem Absturz ins Meer zu schützen. Trotzdem wird der Strand von Jahr zu Jahr weniger. Das Meer holt hier offensichtlich den Sand, den es anderswo wieder ablagert.
Der Sonnenuntergang war beeindruckend wie immer.
Am 18.09.2008 um ca. 16h brechen wir Richtung Patras auf schließlich will ich mich noch kultivieren lassen, sonst erkennen mich meine Kinder und Enkel zu hause nicht mehr. Ein Friseur in Patras ist schnell gefunden. Ich erkenne mich danach im Spiegel wieder und es steht dem Abschiedsessen nichts mehr im Weg.
Pikilea ist angesagt. Eine große Portion für 3 Personen um 23,50 €. Auf der Platte ist alles drauf was Griechenland an Spezialitäten zu bieten hat, die einzelnen Speisen schmecken vorzüglich. Wir sind zu viert mehr als satt.
Um ca. 22h gehen wir noch die paar Schritte als Verdauungsspaziergang zu den Womos um auf die Parsipae Palace zu fahren. Wie üblich beim Einfahren strenge Kontrollen der Polizei. Flüchtlinge aus Afrika, die es bis Griechenland geschafft haben, versuchen immer wieder sich am oder im Fahrzeug zu verstecken, um illegal an Bord zu gelangen.
Pünktlich um Mitternacht legt die Fähre Richtung Venedig ab. Sowohl Igoumenitsa als auch Korfu verschlafen wir. Dafür gelingt es mir ein paar Bilder von der albanischen Küste zu machen. Leider verschlechtert sich auch auf der Adria das Wetter. Die Überfahrt ist darum etwas holprig.  Mit 2 Stunden Verspätung sind wir erst um 10h in Venedig.
Gefrühstückt wird daher noch an Bord. Ausgeruht und gemütlich gehts dann nach Hause.
Unser Reisebericht kann einige Infos und Anregungen für Griechenlandfahrer bieten. Bitte beachtet jedoch es ist unsere individuelle Sichtweise. Aus diesem Grund fehlen teilweise bewusst die genauen Angaben wo sich die Stellplätze befinden. Das machen „Schulz" und andere. Wir wollen und können nicht mit ihnen konkurrieren
Wir möchten weiterhin überall wo es uns gefällt frei stehen können. Die von uns angefahrenen Plätze sind darum eher nicht in diversen Führern zu finden. Diese benutze ich um Plätze die von Womos sehr stark frequentiert werden, zu meiden.
Auch hören und lese wir oft, dass Womofahrer von der Polizei vertrieben oder gar fürs Freistehen bestraft wurden. Dazu können wir nichts sagen. Wir sind Gäste in diesem schönen Land und verhalten uns auch entsprechend.
In keinem anderen Land findet man mittlerweile so viele öffentlich augestellte Müllcontainer wie in Griechenland. Leider werden diese von den Einheimischen nicht immer angenommen. Auch gibt es nur wenige, wo tatsächlich Mülltrennung möglich ist. Trotzdem bin ich überzeugt, dass wir als Womofahrer mit gutem Beispiel vorangehen müssen. Denn wir möchten in Zukunft die sauberen Strände vorfinden, die wir uns heute schon wünschen.
Da ich zum 1. Mal vor über 30 Jahren mit einem Zeltklappanhänger über den Landweg nach Griechenland fuhr, sehe ich starke Verbesserungen die es zu unterstützen gilt.
Zum Landweg nach Griechenland kann und möchte ich nur sagen für mich beginnt der Urlaub in Venedig. Aber abgezockt wird auch auf griechischen Autobahnen die es zum Teil nicht einmal gibt. 14€ für ca. 120km angeblicher Autobahn mit unter 3,5t das wäre der Bildzeitung vermutlich eine Titelseite Wert wenn es sich um österreichische Autobahngebühren handeln würde.
2009 sind wir wieder in Griechenland zu finden, die Autobahngebühr hat mich geärgert aber ich hoffe mir wächst deswegen kein graues Haar.

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