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Sardinien 2.Teil

Reisen 2011 > Sardinien
Viele Häuser in Orgosolo sind von Murales bedeckt für die der Ort berühmt ist. Die meisten dieser Bilder prangern die sozialen Missstände und die Vendetta an.
Unser Rundgang, die Bilder, vermitteln den Eindruck wie die Bürger den Würgegriff des Kapitalismus empfinden. Bedrückend, aber auch beängstigend, auf alle Fälle stimmen viele der Bilder nachdenklich.

Nach einem Cappucino wollten wir zu einem im Schulz beschriebenen Übernachtungsplatz fahren.
Der existiert jedoch leider nicht mehr.

Darum fuhren wir weiter nach Girasole.

Der Stellplatz hier zwischen Fluss und Meer gefällt uns zwar auch nicht sonderlich, ist aber wenigstens ruhig.

In Arbatax ist neben dem Stellplatz eine Disco.

Wir sind vom vielen besichtigen und wandern müde und möchten nur noch ruhig schlafen.

5. September 2011-09-05

Von unserem heutigen Übernachtungsplatz in Girasole (N 39°57´27.5“   O 9°41`00.5“) fuhren wir zuerst nach Arbatax, die beeindruckenden roten Felsen besichtigen.

Vom Schulz-Buch „Mit dem Wohnmobil nach Sardinien“ neueste Ausgabe 2010 sind wir ziemlich enttäuscht. Die Bilder im Buch wurden vermutlich vor mehr als 10 Jahren aufgenommen und entsprechen nicht den vorgefundenen Tatsachen.
Auch gibt es viele darin beschriebene Stellplätze nicht mehr. Ich würde dem Autor empfehlen das Land wieder einmal zu besuchen. Aber habe Ihm das auch schon mal zu seinen Griechenlandbüchern geschrieben aber nur eine "blöde" Antwort erhalten.

Habe heute leider nochmals denselben Fehler gemacht und zwischen Tortoli und Marina di Gairo mehrere von ihm beschriebene Plätze aufgesucht.
Gott sei Dank spielt für uns Zeit nur eine untergeordnete Rolle, sonst wär´s schad drum. Viele Angaben darin sind wie Leberkäse, da weis auch nur der Metzger was drinn ist.

In diversen Foren und im Schulz fand ich schöne Bilder von Stellplätzen rund um´s Capo Ferato. Leider gibt’s die nicht mehr bzw. die Aufnahmen zeigten nur Ausschnitte davon. Auch an der Costa Rei fanden wir nicht das, was uns wirklich gefällt.

Daß um Villasimius herum nichts zu finden ist wissen wir noch von unserem letzten Besuch vor 2 Jahren. Darum verließen wir bei Casa Santu Perdu die Küste und fuhren zur neuen Autostraße die nach Cagliari führt. Die Innenstadt von Cagliari war wegen einer Demo gesperrt. Also fuhren wir  im südlichen (Hafenbereich) durch die Stadt.

Südlich von Pula versprach der Schulz rund um Chia an der Costa del Sud mehrere sehr schöne Stellplätze.

Leider war der gute Schulz vermutlich selbst in den letzten Jahren nicht mehr vor Ort. An den angegebenen Stellen befinden sich riesengroße PKW-Parkplätze. Womos werden dort leider nirgends geduldet.

Die Fahrt selbst in dieser Landschaft ist ein Erlebnis.

Immer wieder gibts herrliche Aussichtspunkte, die Küste wunderschön.

Nur stehen bleiben oder parken darf man dort nur zwischen 8h und 20h. Dies gilt für alle Fahrzeuge, egal ob Womo oder PKW.
Also auch nichts mit Sonnenuntergang am Meer beobachten.

In der Nähe von Porto Botte fanden wir einen Übernachtungsplatz (N 39°02´15.3“   O 8° 34´22,0“) nicht besonders schön, aber absolut ruhig und wir standen ganz allein.

Am 07.09. gings weiter durch San Giovanni, an Carbonia vorbei Richtung Iglesias.
Kurz nach Gonesa zweigten wir links ab und fuhren die sehr interesante Strecke nach Buggeru.

Sahen wunderschöne Strände doch leider nichts für uns, denn die Park- oder Stellplätze sind überall zwischen 300-500m vom Strand entfernt.
Die Stellplätze sind jedoch zum Teil zumindest schön herrgerichtet. Das vor Buggeru die gesamte Küstenregion abgebrannt ist (mindestens 50km²) stimmt nachdenklich. Ist aber auch kein allzu großes Wunder.

Kurz nach Gonesa zweigten wir links ab und fuhren die sehr interesante Strecke nach Buggeru.

Sahen wunderschöne Strände doch leider nichts für uns, denn die Park- oder Stellplätze sind überall zwischen 300-500m vom Strand entfernt.

Die Stellplätze sind jedoch zum Teil zumindest schön herrgerichtet. Das vor Buggeru die gesamte Küstenregion abgebrannt ist (mindestens 50km²) stimmt nachdenklich. Ist aber auch kein allzu großes Wunder.
Leider ist ganz Sardinien stark vermüllt. Glascherben funktionieren sicherlich gut als Brenngläser.  Die am wenigsten vermüllten Plätze sind interessanterweise dort wo Womos frei stehen. Warum wohl? Auch wir nehmen unseren Mist immer mit und entsorgen nur in Mülltonnen oder Containern. Davon stehen überall viele herum, nur wenige werden, außer von Womofahrern, wirklich genützt.
In Portixeddu zweigten wir zum Capo Pecora ab. Dort fanden wir, nach einer Zufahrt die eigentlich nur für Allradfahrzeuge geeignet ist, endlich einen Platz der uns für mehr als eine Nacht gefiel. (N 39°22’16“  O 8°23’2“)

Leider war das Meer sehr bewegt und auch der Wind hatte eher Sturmtendenz.
Im Windschutz des Womos war für den 08.09. relaxen angesagt.

Den Surfern gefielen die über 2m Wellen jedoch sehr und sagten sie uns erst am 10.09. würden die Wellen abnehmen.

Also wurde die Zusatzluftfederung wieder mit 8 Atü  aufgepumpt um nicht aufzusitzen. Am 09.09. ging es weiter die Ostküste entlang. Die Costa Verde rief. Ein angeblich noch ziemlich unberührter Küstenabschnitt.

Mein Navi schlug vor durch Arbus zu fahren. Mit unserem 2,35 breiten und knapp über 7m langen Fahrzeug war es teilweise wirklich Millimeterarbeit durch die 2,40m breiten Gassen und rechtwinkeligen Abzweigungen zu kommen. Ich war froh, dass Gegenverkehr immer nur auf den größeren Plätzen stattfand. Die Straße führte durchs Bergbaugebiet vorbei am Monte Arcuentu nach Marina die Arbus. Die Straße ist sicherlich teilweise etwas abenteuerlich weil mehrere Flußdurchfahrten dabei sind, die aber mit Masschendrahtgitter ausgelegt sind damit man nicht hängenbleibt.  Auch die Warnung dass es zu „Schwallwasser“ kommen kann wenn die Schleusen des oberhalb liegenden Staudamms automatisch öffnen, trägt nicht unbedingt zur Beruhigung bei.

Aber was soll’s, der gefundene Stellplatz entschädigt uns dafür.  Hier werden wir uns für ein paar Tage häuslich einrichten. Das Meer hat sich auch im Laufe des Tages beruhigt und am 10.09. war es wirklich super zum baden.

Nun mit häuslich Einrichten ist nichts geworden. Am 11.09. kamen um 10h 2 Polizeiautos und alle Fahrzeuge auch die PKW´s und Motorräder mussten den Strand verlassen. Die Beamten waren sehr höflich aber bestimmt.

Wir packten also auch zusammen und machten uns wieder auf die Stellplatzsuche.
11.09.2011

Nachdem an der Costa Verde kein Internetempfang mit 3 möglich war suchten wir im Schulz nach weiteren Stellplätzen.
Wir fuhren Porto Palma an. Wie befürchtet 1. Stellplatz ist ein kleiner Sandstrand jedoch total überfüllt mit Sonnenschirmen und Liegemöglichkeit ähnlich einem Freibad. 2. Strand ist mittlerweile eine Marina also auch nichts. Kurz hinter San Antonio kommen wir zu einer 900m langen Brücke die jedoch nur 3m breit ist. Das Fahrverbotsschild missachten wir genau wie die Sarden und fahren rüber.
Nach ca. 700m bemerke ich wie von drüben ein PKW auf die Brücke fährt. Blinkzeichen nützen leider nichts. Die Sardin musste ca. 100m zurückstoßen was zwar lange dauerte aber trotz sehr unsicherer Fahrweise gelang es ihr ohne anzufahren.

Wir hatten die Brücke überquert und uns 30km Umweg den Stagno di Marcedi herum erspart.
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