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Südtirol im September

Unser Versuch nicht so bekannte Teile in
Südtirol zu entdecken
Am 11.09. fahren wir von Zuhause über Zell am See, Mittersill auf den Felbertauern.
Auf der Osttiroler Seite wollten wir uns das Matreier Tauernhaus anschauen.
 
Vor über 50 Jahren als es noch eine Schutzhütte war habe ich dort auf dem Weg zum Großvenediger übernachtet.
Nun ist es ein großes Hotel, keine gebührenfreie Parkmöglichkeit in der Nähe.
 
Damals konnte man dort auch nicht parken weil nur ein Fußweg zur Schutzhütte führte.
Es hat sich also einiges verändert. In meiner Erinnerung war es damals aber schöner.
Wir fahren weiter durchs Defereggental auf den Stallersattel. Am Obersee dürfen wir wegen der Ampelregelung auf Südtirolerseite eine Pause einlegen.
Am Antholzersee, steht im Womo-Reiseführer von Schulz, man kann schön parken. Aber vermutlich war er lange nicht mehr dort.
Das dies  Womos nicht erlaubt ist und in der Nacht generelles Parkverbot  herrscht erwähnt er nicht.
 
Einen anderen Platz der uns zum Übernachten gefallen hätte haben wir nicht gefunden. Also fahren wir weiter nach Platten. Kurz vor dem Hotel Schönblick haben wir einen geeigneten Übernachtungsplatz gefunden.
 
Am Mittwoch wanderten wir nach dem Frühstück zu den Erdpyramiden.
 
Am Schild stand 25 Minuten. In Wahrheit sind wir mit der ausführlichen Besichtigung fast 3 Stunden unterwegs. War aber jede Minute Wert. Die Pyramiden sind absolut sehenswert.
Dann hab ich ins Navi den „Schulz-Stellplatz“ in Kematen vor den Reinbach-Wasserfällen eingegeben. Leider darf man zu diesem nur mit einem PKW zufahren. Das erwähnt Schulz nicht.
 
Wir sind dann durch Sand in Taufers Richtung Rein in Taufers gefahren. Habe dort einen Parkplatz direkt neben dem oberen Wasserfall gefunden. Der Wasserfall ist schön aber nicht für uns nicht überwältigend.
 
Ein Stück weiter haben wir eine Übernachtungsparkplatz N 46°56.086‘  O  012°02.476‘ gefunden.
 
Am 13.09. sind wir nach Rein gefahren. Am Womoplatz gibt’s eine Sani-Station wo wir unsere Toilette entleeren konnten.
 
Die schöne Kirche haben wir uns angeschaut und fuhren dann nochmals zum Wasserfallparkplatz. Von dort gingen wir den Franziskusweg ca. 1 Std. talwärts.
Dann fuhren wir ins Mühlwaldertal. Die meisten im Schulz beschriebenen Plätze sind nicht mehr vorhanden.
 
Wir gingen ca. 1Std. über teilweise nicht mehr vorhandene Steige zum sehenswerten Raschtl-Wasserfall. Auch die halb verfallenen alten Mühlen waren sehenswert. Neben dem Sport und Spielgelände in Mühlwald konnten wir eine ruhige Nacht verbringen.
Am Freitag fuhren wir nach Sand in Taufers und besichtigten den Ort. Dann ging‘s auf die Burg Taufers. Wir genossen die sehr interessante Führung durch das Schloss.  Es sind die Toranlage mit den ehemaligen Zugbrücken, der reizvolle Burggarten, der große Innenhof mit "Schmiede" und Eiskeller zugänglich. Der Bergfried mit Filmvorführungsraum (Dokumentarfilm zur Burg), die Wehrgänge und das Dachgeschoß des ehemaligen Palas ("Kasten") sind besonders eindrucksvoll. Es werden über zwanzig eingerichtete Räume gezeigt, darunter der Gerichtssaal, die Bibliothek, die Kapelle, der Rittersaal, das Krankenzimmer, die spätgotische Amtsstube, das "Geisterzimmer", die Rüstkammer, das Kardinalszimmer und die übrigen wohnlichen Gästezimmer. Beeindruckend wirken das Verlies und die "Folterkammer". Eine Sammlung von Schülerporträts aus dem 16. Jahrhundert stellt eine außerordentliche Rarität dar. Die Besitzer der Burg wechselten oft. Obwohl in der viele schöne funktionierende Kachelöfen vorhanden sind ist die Burg im Winter nicht bewohnt.
 
Am Seilbahnparkplatz in Steinhaus haben wir eine ruhige Nacht verbracht.
Am Samstag den 15.09. fuhren wir zum Schaubergwerk in Prettau. Mit einem Hundt ging‘s über 1km tief durch den St. Ignaz-Stollen ins Innere des Bergs. Die Stolleneinfahrt mit der Grubenbahn dauert etwa 10 Minuten. Der geführte Rundgang im Berg ist 360 m lang und verläuft auf zwei Ebenen. Nach 75 Minuten erreichen wir wieder den Bahnhof im Freien. Temperatur im Stollen: +8°Celsius.
 
Seine Blütezeit erlebte das Bergwerk von Prettau vor 600 Jahren, als die außergewöhnliche Geschmeidigkeit von Prettauer Kupfer weitum begehrt war. Die damals mit einfachen Werkzeugen Zentimeter um Zentimeter in den Fels vorgetriebenen Stollen sind Meisterwerke bergmännischer Handwerkskunst. Aber noch im 20. Jahrhundert war Prettau der drittgrößte Kupferlieferant Italiens.
 
Der Kornkasten in Steinhaus den wir als nächstes besichtigten ist nicht zu übersehen. Das hohe, historische Haus steht mitten im Zentrum und direkt an der Hauptstraße. Die rötlich gestrichene Fassade des Museums erinnert noch heute an den Kupferabbau im Ahrntal.  Wie bereits der Name – Kornkasten – vermuten lässt, wurde das Gebäude ab ca. 1700 als Lebensmittelspeicher des Bergwerks in Prettau genutzt. Nach der Schließung des Bergwerksbetriebes im Jahr 1893 stand der Kornkasten lange Zeit leer. Im Jahr 2000 wurde schließlich das Bergbaumuseum eröffnet.
 
Der Kornkasten ist die ideale Ergänzung zum Schaubergwerk in Prettau. Die reichlich vorhandenen Ausstellungs-Objekte sind eine Leihgabe der Grafen von Enzenberg. Zusammen mit Modellen aus Holz und interaktiven Elementen erzählen Sie die spannende Geschichte des Ahrntaler Kupferbergbaus.
 
Weitere interessante Aspekte der Ausstellung sind die Lebensbedingungen der Knappen, ihre Bräuche und ihre Privilegien. Ebenfalls erklärt werden die verschiedenen Arbeitsschritte, von der Gewinnung bis zur Verarbeitung der kostbaren Metalle.
 
Momentan ist dort auch die Sonderausstellung Feuer Werk von Laurenz Stockner zu sehen. Längst haben seine Schalen aus Prettauer Kupfer das internationale Parkett betreten. Den Werkstoff für sein Schaffen gewinnt der Künstler aus der Kupferzementanlage im Schaustollen des Landesmuseum Bergbau am Standort Prettau. Mit der Sonderausstellung kehren die daraus geformten Schalenobjekte an ihre Ursprünge zurück.
Abends fahren wir auf den Stellplatz in Bruneck. In der Stadt ist gerade auch ein Markt. Am Sonntag übersiedeln wir auf den Campingplatz Corones in Rasen.
 
Eigentlich wollte ich ja in der Sonne relaxen. Aber die Fäkalienkasette war undicht. Also nichts mit dem Sonnenbad.
 
Am Montag fuhr ich mit der 125er Richtung Plätzwiese. Was ich nicht wusste man darf nur bis 10h rauffahren. Der Parkplatz beim Brückele war mit PKW’s überfüllt. Auch die Busse die rauffahren ziemlich voll. Nun die „Getreidegasse“ auf der Plätzwiese wollte ich nicht erleben. Also rüber zum Pragser Wildsee. Dort dasselbe Bild eine Völkerwanderung um den See. Hieß für mich Flucht.
 
Auf ins Gsiesertal. In Taisten die Malereien in der Kirche und den wunderschönen Bildstock betrachtet.
 
Bei der Rückfahrt riss das   Kupplungsseil der 125. Also wieder kein Erholungsnachmittag sondern Reparatur. Das verkürzte Kupplung Seil anders verlegt. Die Kupplung funktioniert wenigstens halbwegs wieder sodass wir morgen einen neuen Versuch „Pragser Wildsee“ starten können.
 
Dienstag 18.09. zum Pragser Wildsee gefahren. Glücklicherweise haben wir den bereits vor ca. 15 Jahren damals ziemlich allein umrundet. Schön ist er noch immer. Aber mittlerweile vermutlich Disneyworld. Voll mit Ruderbooten und ein Herdentrieb rundherum. Ein paar Fotos reichen, bevor wir die Flucht ergreifen.
Am Mittwoch verließen wir Camping Corones Richtung Gadertal. Über den Furkelpaß wollten wir nicht fahren, da wir die Straße als relativ eng und kurvenreich kannten.
Aber die Hauptstraße von Bruneck rein war leider mit vielen Baustellen und Ampeln mit Wartezeiten gepflastert.
 
Erst von Stern auf das Grödner Joch wurde es besser. Wir fuhren dann weiter über das Sella Joch Richtung Canazei.

Selbstverständlich machten wir viele Bilder um unser ehemaliges Schigebiet die Langkofelscharte, das Pordoijoch und die Gegend um Vigo di Fassa in sommerlichen Bildern festzuhalten.
Über den Karrerpaß ging‘s nach  Birchabruck  wo wir nach Deutschnofen abzweigten. Das wunderschöne Kloster Weissenstein war unser nächstes Ziel.
Direkt unterhalb des Klosters befindet sich ein großer Wohnmobilparkplatz. Zwar ohne Einrichtungen aber wunderbar zum Übernachten.

Abends konnten wir noch den Rosengarten und Latemar in der untergehenden Sonne sehen.
Am Donnerstag haben wir am Vormittag die riesige Klosteranlage besichtigt.
Nachmittags ging‘s weiterer in die Bletterbachschlucht.
Bei dieser Wanderung unternehmen wir eine Reise durch Jahrmillionen.

Das UNESCO-Welterbe gewährt einen Blick in das Innere der Berge, in die Welt der Gesteine und in den Aufbau der Dolomiten. Sie ist ein geöffnetes Buch, in dem mehr als 40 Millionen Jahre der Erdgeschichte nachgelesen werden können.
Die Bletterbachschlucht ist das Ergebnis von Verwitterung und Abtragung. Seit der letzten Eiszeit vor ca. 18.000 Jahren wurden allein durch die Kraft von Wasser, Wind und Wetter schätzungsweise mehr als zehn Milliarden Tonnen Gesteinsmaterial ins Etschtal verfrachtet. Und so hat sich der kleine, unscheinbare Bach auf einer Strecke von etwa 8 Kilometern bis zu 400 Meter tief in unterschiedliche Erdzeitalter eingegraben.
Im Gegensatz zu den verworrenen Verhältnissen in anderen Gebieten der Alpen, sind hier die Gesteinsschichten unversehrt geblieben und genau so aufgeschlossen, wie sie vor Jahrmillionen abgelagert wurden.
Der Aufbau der Gesteine gibt Aufschluss über deren Entstehung sowie das Klima und die Umweltbedingungen auf unserer Erde vor etwa 250 Millionen Jahren.

Vom Geoparkzentrum Aldein gingen wir rund 2,5 Stunden bis zum Butterloch und über sehr steile Stiegen 400m fast senkrecht nach oben zum Zentrum zurück.

Übernachtet haben wir auf dem Stellplatz in Neumarkt.
Am Freitag den 21.09. fuhren wir zum Parkplatz Castelfeder.
Der liegt oberhalb von Auer.
Der Hügel Castelfeder ist eine uralte Kulturlandschaft mit Siedlungsspuren aus der Stein- und Bronzezeit. Die Reste einer Burganlage, die sagenumwobene Fruchtbarkeitsrutsche und die Mauern der Barbarakapelle zeugen von mystischer Vergangenheit. Das Gebiet ist sowohl aus archäologischer, geschichtlicher, sowie aus ökologischer Sicht von Bedeutung. Es wurde auch als Biotop unter Landschaftsschutz gestellt weil sich mehrere Teiche und Moore mit interessanter Flora und Fauna darauf befinden.

Dann wollten wir wieder einen im Schulz-Womoführer beschriebenen Stellplatz aufsuchen. Die Zufahrt gibt es nicht mehr. Also zurück nach Neumarkt.
Im Engelkeller sehr gut zu Abend gegessen. Übernachtet haben wir auf einem großen Parkplatz in Bahnhofsnähe.
Am Samstag Vormittag haben wir dann Katja vom Hotel Klammhof angerufen weil wir unsere „Halleiner Südtiroler“, die sich auf einer Kulturreise in Südtirol befinden, am Abend überraschen möchten. Hat funktioniert. Wir werden beim Abendessen zu Ihnen kommen. Vorher wollen wir noch Neumarkt besichtigen.
Wir haben eine sehr netten und interessanten „Törggelenabend“ mit „unseren Südtirolern“ verbracht. Übernachtet haben wir neben dem Hotel Klammhof von Katja.
Diese fuhren am nächsten Morgen nach Hause. Uns zog es ins Ultental. Dieses Tal war ja zu Beginn des letzten Jahrhunderts im Winter noch von der Außenwelt abgeschnitten. Es gab nur sehr schmale Wege hinein.

Am Sonntag den 23.09. fahren wir zurück nach Bozen. Weiter Richtung Meran.
In Lana zweigen wir in eines der urtümlichsten Täler Südtirols das Ultental ab. Über St. Pankraz geht’s entlang der Talsohle nach St. Walburg. In St. Nikolaus besuchen wir das Ultener Talmuseum.

Dabei handelt es sich um ein Volkskundemuseum, das in sieben Räumen bäuerliches Kulturgut und Volkskunsthandwerk, Handwerksgegenstände und alte Schriften zeigt. Das alte Gebäude wurde 1827 als Volksschule erbaut 1963 wurde es eröffnet, und 1969 von seinem Gründer, Gottfried Oberthaler, der uns durchs Haus führte verlegt und wieder aufgebaut.

Die Artenvielfalt des Ultentales nimmt einen der sieben Räume ein, in den anderen Räumen geben Einrichtungsgegenstände, Heiligenstatuen und alte Geräte einen Einblick in das harte Bauernleben vergangener Zeiten. Wir sahen auch ganz besondere Stücke wie die k.u.k. Wanderstiefel von “Sissi”, Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn. Auch die Entwicklung der Ultner Volkskunst erklärte er uns.

Übernachtet haben wir auf dem Seilbahnparkplatz in der Nähe.  Koordinaten: N 46°31.752`  O  010°57.403´

Am Montag fuhren wir nach dem Frühstück nach St. Gertraud.
Etwa 30 Minuten brauchten wir zu Fuß zu den drei Urlärchen. Sie sind am Berghang etwa in einem Dreieck angeordnet. Die  höchste Lärche ist 36,5 m hoch, hat einen Umfang von 7 m und einen durch Blitzeinschlag abgedorrten Wipfel. Die mit 8,34 m Stammumfang dickste Lärche ist mit 34,5 m nahezu gleich hoch und ebenfalls ohne Wipfel. Sie weist am Stamm eine große Wucherung auf. Die dritte Lärche hat eine große Stammhöhle und ist auf 6 m Höhe geborsten. 1930 wurden bei einer durch Sturm umgerissenen Lärche 2200 Jahresringe gezählt.
Daher wurden lange Zeit auch den drei noch stehenden Lärchen ein derart hohes Alter zugeschrieben. Mittlerweile weiß man das Alter von etwa 850 Jahren ist wahrscheinlich richtig.
Bei der Rückfahrt besichtigten wir den Zoggler Stausee.

In St. Walburg zweigten wir nach rechts auf die neue Straße Richtung Proveis ab.
Wir fahren durch viele Tunnel über Revo und Sarenzo nach Dermulo. Über Lavis, Trient und Roveretto fahren wir bis kurz vor Peri. Dort zweigen wir Richtung Fossa ab.
Über die sehr steile enge Straße mit vielen Kehren geht’s zu unserem „Supermetzger Corrado Benedetti“ in Sant'Anna d'Alfaedo.
Dort versorgen wir uns mit Speck, Schinken, Wurst und Käse. Dabei fällt es uns sehr schwer nicht alle angebotenen Sorten mitzunehmen.
Er verfügt auch über einen Womo-Platz zum Übernachten.
Am Dienstag fahren wir wieder auf schmalen Bergstraßen an den Marmordörfern vorbei, Richtung Verona.
Weiter geht’s nach Vincenca. An Treviso vorbei nach Pordenone. Dann dem Tagliamento entlang bis kurz vor Spilimbergo. Wir zweigen ab auf den Stellplatz in San Daniele.
Abends telefonieren wir mit unserem Sohn in Hennersdorf. Wir erfahren, die Schwiegertochter liegt im Krankenhaus. Leider ein vermutlich längerer Aufenthalt. Die Großeltern sind also für die Enkelbetreuung gewünscht.

Am Mittwoch geht’s also über Tarvis, Villach, Klagenfurt und Graz nach Hennersdorf wo wir schon erwartet werden.

Zusammenfassung:
Diese Reise führte uns durch wunderschöne Landschaften.
Unser Wunsch nicht so bekannte Teile in Südtirol zu entdecken war ein gut gemeinter Versuch. Die längst verstorbenen Eltern waren Optanten. Sie hatten in uns Vorstellungen eines anderen Südtirols erweckt.

Das heutige Südtirol lebt sehr gut vom Fremdenverkehr und wird auch entsprechend vermarktet. Wir finden die Piefke-Saga wurde dort zu 100% umgesetzt.

Eigentlich sehr schade für dieses von soviel Leid geplagte Land. Alles dem Fremdenverkehr unterzuordnen ist nicht gut. Auch Kärnten versuchte dies vor über 30 Jahren. Ging leider daneben. Damit ist das Land neben anderen Problemen,  noch immer  stark belastet.
Wir fanden auch noch in einigen Teilen, das ursprüngliche Südtirol.
Das war sehr schön und hat uns sehr gefreut.

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